Es gibt keine Probleme, es gibt nur Lösungen

Es gibt keine Probleme, es gibt nur Lösungen

Ich muss mich mal wieder darüber auslassen, wie schön es ist jetzt da zu leben, wo ich lebe. Mir widerfahren hier immer wieder gute und angenehme Sachen. Ich habe bisher so viele liebe Menschen hier getroffen, wie sonst nur selten im Leben. Egal, wo es ein “Problem” gibt – irgendwoher kommt Hilfe und Verständnis. Vor allem in der Arbeitswelt. Ich liebe es, wie lösungsorientiert hier an Aufgaben gegangen wird. Nichts wird wirklich zu einem Problem hochstilisiert, sondern es wird eher immer danach geschaut, wie man die Dinge, die zu erledigen sind am besten und effizientesten umsetzen kann.

Ich habe natürlich seitdem ich hier bin schon so einige Fehler begangen. Dennoch war es nie “schlimm”. Mir wurde es mitgeteilt und dann gemeinsam mit mir nach einer Lösung gesucht. Selbst wenn ich vor lauter Naivität andere Menschen vor ein zeitliches Problem gestellt habe, wurde geschaut, wie man mir helfen kann. Ich hoffe, dass die Leute mich genauso wahrnehmen, denn ich mag diese Einstellung und versuche, wo es geht genauso zu handeln. Außerdem wird ein klares “Tut mir leid, geht nicht” akzeptiert. *staun* Und ich habe danach nicht mal ein schlechtes Gewissen. Dann wird halt nach einer anderen Lösung gesucht und im Idealfall sind alle Beteiligten zufrieden oder sogar glücklich.

Ich hoffe, dass das so weitergeht und es nicht nur an dem “Welpenschutz” liegt, den ich hier bestimmt noch das ein oder andere Mal genieße.

Ich freue mich darüber, dass mir Zeit gelassen wird, mich in Strukturen einzudenken, meine eigenen Ideen zu verwirklichen und mein Leben zu leben.  Beruflich, aber auch privat. Ich bin hier einfach viel zufriedener und darf so sein wie ich bin. Die Offenheit, die mir hier entgegenschlägt und das allgemeine Lebensgefühl sind dabei eine große Stütze. So darf es gerne weiter gehen!

Gib mir Musik

Gib mir Musik

Reinhard Mey sagt es schöner als ich!

http://youtu.be/lOQYVvWkgrk

 

Musik ist tatsächlich sehr wichtig für mich. Ich merk das immer wieder. Gerade wenn ich dankenswerter Weise in meinem Arbeitsalltag mich damit beschäftigen kann. Und das auf so angenehme Arten und Weisen. Es gibt doch nichts priviligierteres als in einer Oper sitzen zu können und dafür auch noch bezahlt zu werden. Es ist herrlich, sich mit den ganzen Geschichten und ihren Umsetzungen auseinandersetzen zu dürfen. Neue Aspekte zu entdecken und genau hinzuhören, was der Komponist daraus gemacht hat. Bilder im Kopf entstehen zu lassen, sie idealerweise dann noch mit anderen umsetzen zu können oder auch zu sehen, dass andere ganz andere Ideen dazu haben und diese umsetzen.

Musik, das kann nur im Team richtig funktionieren. Musik kann man quasi gar nicht alleine machen, denn es bedarf ja auch immer einen zuhörenden. Natürllich kann ich im stillen Kämmerlein für mich Musik machen und hören. Aber mal ehrlich: auf einer Bühne Musik zu machen oder von dort zu hören ist doch noch mal was ganz anderes und das wirklich Schöne daran.

Ich bin dankbar, einen so genialen Beruf ausüben zu dürfen. Ich bin dankbar, dass ich Musiktheaterpädagogin bin. Wäre die Musik nicht dabei würde etwas Elementares für mich fehlen. Ohne Musik wäre ich in meinem Job wohl auch nicht besonders gut. Musik ist mein Element – und ich bin froh, dass ich die Chance bekommen und genutzt habe, mich auf diesem Feld auszuprobieren, dass ich den Schritt gewagt habe, wider aller Prognosen von anderen.

Gib mir Musik!

Muttertag und Einzelkind

Muttertag und Einzelkind

Ich denke gerade ganz arg viel an den bevorstehenden Muttertag. Irgendwie habe ich das dringende Bedürfnis meiner Mutter dieses Jahr etwas “Besonderes” zu bieten. Komischerweise fand ich diesen Tag die Jahre zuvor nicht so wichtig, aber dieses Jahr ist irgendwie alles … anders. Ich bin das erste Mal “als Einzelkind unterweg”. Und das fühlt sich sowas von mies an. Irgendwie ist es komisch, das einzige Kind in einer Familie zu sein. Also in meiner Generation. Klar, da sind noch die beiden Kinder meiner Schwester, die ja jetzt auch viel bei Oma und Opa sind, aber dennoch: durch den anstehenden Muttertag wird mir gerad sehr extrem bewusst, dass meine Eltern ja jetzt nur noch eine Tochter und somit auch nur noch ein Kind haben. Das stimmt mich schon gewaltig traurig und macht mir ehrlich gesagt auch etwas Angst. Ich fühle ein wenig Überforderung auf mich zu kommen. Also nicht von außen, aber aus mir heraus. Ich möchte meinen Eltern eine gute Tochter sein – und ich hatte bisher immer das Gefühl, dass meine Schwester diesen Part in unserer Familie übernommen hatte. Ich war ja dann doch gefühlt eher immer das schwarze Schaf. War auch ganz bequem so, im Nachhinein betrachtet. Naja, die Zeiten sind ja nun vorbei und ich merke, dass ich in die neue Rolle in meiner Familie erst noch hineinwachsen muss. Zum Glück sind meine Eltern da sehr geduldig mit mir und auch sie müssen sich ja erst noch daran gewöhnen, dass sie nunmehr nur noch eine Tochter haben. So makaber das klingen mag: aber es führt zu einem relaxteren Umgang miteinander und zu mehr Verständnis auf beiden Seiten. Die Toleranz gegenüber Eigenheiten ist auch größer, und das hilft mir sehr.

Dennoch, um zum Anfang meines Gedankenganges zurückzukehren: Meine Mama soll ein Muttertagsgeschenk bekommen und ich denke, ich werde es mit ihrem Geburtstagsgeschenk kombinieren. Der ist zwar einen Monat später, aber ich denke, das geht in Ordnung. Und dieses Mal bekommt sie etwas Besonderes. Und ganz wichtig: etwas zum Lachen – denn auch das muss in den schwersten Zeit erlaubt sein!

Namenswahl

Namenswahl

Eigentlich gehört dieser Eintrag vielleicht eher in unseren Hochzeitsblog, aber irgendwie will ich unsere Gäste nicht unnötig mit diesem Gedankengang belästigen.
Mir spukt in letzter Zeit immer mal wieder im Kopf das Thema Namensänderung herum. Ich finde das echt nicht leicht zu entscheiden, wie ich das im September oder später machen soll.
Im Moment sieht es so aus, dass J. und ich wohl beide unseren eigenen Nachnamen behalten werden, also keine Namensänderung stattfindet und wir keinen gemeinsamen Familiennamen tragen werden. Das hat ganz pragmatische Gründe. J.s Nachname ist, so leid es mir tut, dass hier zu schreiben, einfach so 08/15, dass er für mich derzeit nicht wirklich in Frage kommt. Dazu muss ich allerdings erklären, dass das widerum wirklich aus arbeitstechnischen Gründen für mich relevant sein könnte. Ich arbeite nun mal im künstlerischen Bereich, wo ein Name schon ein Alleinstellungsmerkmal sein kann. Und mein Nachname ist ja nun wirklich etwas außergewöhnlicher als J.s. Zudem kennt man mich im meinem Arbeitsumfeld nun auch schon unter meinem Namen und ich fürchte einfach, dass eine Änderung eventuell “Nachteile” mit sich bringen könnte, bzw. die Umgewöhnung an den neuen Namen zu umständlich wäre.
Dann kommt noch der nicht ganz so tragende Grund dazu, dass ich die beiden Menschen, die meinen Vornamen tragen, die ich noch kenne, beide J.s Nachnamen haben bzw. hatten. Das fühlt sich irgendwie blöd an, von einem außergewöhnlichen Namen zu einer Allerweltsnamenskombination zu wechseln.
Auf der anderen Seite finde ich es voll blöd, dass wir als Familie dann keinen gemeinsamen Namen haben. Ich meine, wie ist das dann, wenn wir Kinder bekommen. Welchen Namen sollen die haben?
Da wäre dann noch die Alternative Doppelname. Zum Glück ist J.s Nachname so kurz, dass aus mir keine Leutheusser-Schnarrenberger wird. Insgesamt wären es dann auch nur vier Silben, was ja aber auch irgendwie so eine Kompromiss-Lösung ist.
Ich hätte natürlich noch die Option meinen Mädchennamen als Künstlernamen zu führen. Aber ob das nicht viele Dinge zusätzlich verkompliziert? Ich muss tatsächlich mal Freunde und Bekannte fragen, die das so handhaben.
Ich finde einfach den Gedanken schön, einen gemeinsamen Familiennamen zu haben, so dass man nach außen signalisieren kann: wir gehören zusammen. Andererseits gibt es da die schon genannten Gründe, warum das in meinem Fall eher blöd sein könnte.
Ich finde es jedenfalls gut, dass wir im Moment getrennte Namensführung angemeldet haben, denn das kann man tatsächlich später noch problemlos ändern, wohingegen eine andere Entscheidung, die sich dann als “falsch” erweist eher schwieriger rückgängig zu machen ist .
Ja, sowas spukt in meinem Kopf rum, wenn ich mich eigentlich eher mit Opern befassen sollte. :p

Alles neu macht der Mai

Alles neu macht der Mai

Wow, ich habe ganz schön lange nicht geschrieben. Aber in der letzten Zeit war auch verdammt viel los. Gerade auf der Arbeit. Ich hatte das Gefühl ich versinke im puren Chaos. Und das schlimmste daran war/ist: ich habe es auch noch selbst verursacht. Natürlich ist nichts passiert und das Chaos hat sich auch wieder relativiert, aber zwischenzeitlich habe ich keinen Horizont mehr gesehen. Da musste der Blog hintanstehen.
Nun ist schon Mai und heute dank Feiertag ja auch frei. Was total gut tut! Ich schaffe mal richtig viel. Zum Beispiel ausgiebiges Frühstücken, obwohl ich alleine bin. Das habe ich im letzten Monat glaub ich kein einziges Mal gemacht. (Die Columbia Bakery zählt da nicht, die ist eh was Besonderes. Mir geht es um das sich Zeitnehmen daheim, was ich so gar nicht mehr geschafft habe.)
Ja, und jetzt ist der Tag schon fast wieder um. Und eigentlich wollte ich viel mehr schreiben. Aber ich schick das jetzt erstmal ab, damit ich überhaupt was geschrieben hab.

Blickwinkel

Blickwinkel

Ich bin gerade in Mannheim auf Fortbildung und muss sagen, dass es bisher die besten Tage meiner Ausbildung sind/waren! Endlich habe ich das Gefühl, wirklich etwas mitnehmen zu können und vor allem richtig etwas zu lernen. Das schönste daran ist: von meinen Kommilitonen. Ich bin Teilnehmerin von Lehrproben, die andere Teilnehmer konzeptioniert haben und an uns ausprobieren dürfen. Ich lerne so viel über Strukturen, was die einzelnen Kriterien sind, etc. Einfach genial.
Und das schönste sind die Feebackrunden, bei denen auf ganz bestimmte Dinge geachtet wird und die Art und Weise so anerkennend und positiv ist, dass ich mir so eine Art Feeback immer wünschen würde. Es wird nichts weichgespült. Aber ich genieße es, dass nicht “defizitär” an die Sache heran gegangen wird, sondern im Gegenteil die Punkte hervorgehoben werden, die gut laufen und die jeder für sich ausbauen kann. Warum eigentlich nicht immer so?
Wie oft habe ich es erlebt, dass auf den “Fehlern” herumgeritten wird? Was bringt das denn, außer dass sich der “gefeebackte” (das Wort ist so blöd, dass ich es schon wieder genial finde :p ) klein und unzulänglich fühlt?
Ich genieße auf jeden Fall meine Zeit hier, auch wenn es sehr, sehr anstrengend ist. Aber sie zeigt mir, dass ich im richtigen Berufsfeld gelandet bin und auch, welche Möglichkeiten sich daraus bestimmt noch für mich entwickeln werden. Ich freue mich also auf meine Zukunft! :)

Stress und das Gegenteil davon

Stress und das Gegenteil davon

Langsam aber sicher bin ich tiefenentspannt, bzw. könnte es sein, wenn nicht dauernd Gedanken an die Arbeit aufploppen würden. Ich habe nämlich vergessen, eine Abwesenheitsbenachrichtigung bei meinem E-maildingens einzurichten. Das macht mich gerade etwas nervös. Aber ich werde morgen telefonisch unsere Praktikantin damit beauftragen. Dann dürfte eigentlich alles paletti sein. Ich muss mir dringend einen Überblick über die anstehenden Projekte verschaffen …
Naja, aber dieses Wochenende habe ich endlich mal enstpannen können. Endlich konnte ich wieder einigermaßen schlafen. Es ist schon faszinierend, was so ein gemeinsamer Alltag ausmachen kann. Ich hatte endlich nicht das Gefühl, komplett überfordert zu sein, denn es war ja auch tatsächlich möglich einfach Dinge aufzuteilen. Herrlich. Und es hat sogar richtig Spaß gemacht, etwas im Haushalt zu tun. Das klappt zu zweit auch so viel besser und macht so viel mehr Spaß.
Heute habe ich mich dann nur ausgeruht. Die Erkältung will mich nämlich immer noch in die Knie zwingen, aber noch hat sie es nicht geschafft. Mal sehen, wie das dann nächste Woche aussieht, wenn ich dann Intensivwoche in der Ausbildung habe. Das nervt mich ja schon wieder etwas. Das passt immer so schlecht in den Arbeitsalltag. Ich muss mir echt überlegen, wie ich zu diesem Abschluss komme. Dieser Weg, den ich jetzt gehe ist zum Glück nicht der einzige zum Ziel. Und wenn dann wirklich mal die Familienplanung ins Haus steht, ist dieser Weg auch nicht mehr der richtige für mich. Also ich werd jetzt noch das zweite Jahr da machen, wo ich es mache, die Zwischenprüfung abschließen und dann mal schauen, was es für Alternativen gibt. Kann ja auch mal ein halbes oder ein Jahr Pause machen. Ich bin da echt wesentlich relaxter geworden. Wird schon alles werden. Und so weit in die Zukunft zu planen ist manchmal auch einfach vergeudete Liebesmüh.
Heute wird dann noch weiter gefaulenzt. Ich versuche noch etwas Ruhe und Kraft für die nächste Woche zu tanken.
Ich hoffe auch, dass sich die Katzen jetzt etwas entspannen. Wir haben sie jetzt räumlich erstmal getrennt, denn es ging gar nicht mehr weiter. Mina benutzte ihre Kratbaumhöhle (der einzige Ort, an dem sie sich überhaupt noch aufhielt) als Toilette und das mehrmals hintereinander. Fressen ging nur in Habachtstellung und irgendwie war ihr Stresspegel enorm hoch. Darum hat sie jetzt 2 Zimmer für sich bekommen, mit eigenem Klo und die Möglichkeit wieder zu sich zu kommen. Unterstützend bekommt sie eine Kräuterpaste zur Beruhigung und so ‘ne Art Feliway. Mal sehen, ob das was bringt. Ich frage mich nur, wie wir die beiden wieder vergesellschaften sollen, und ob das überhaupt klappen wird. Bald steht ja auch der Umzug an, also wieder Stress. Mal sehen, welche Lösung wir finden werden. Ich hoffe, dass es überhaupt eine gibt.